Für Unternehmen / FAQ
FAQ für
Betriebe
ProtectZert ist ein Branchenzertifikat, das den Stand des organisatorischen, baulichen und anlagentechnischen Brandschutzes sowie den Reifegrad des Risikomanagements in Sägewerken und holzverarbeitenden Betrieben nachvollziehbar dokumentiert – als objektiver, externer Nachweis.
Für Sägewerke und holzverarbeitende Unternehmen, die ihren Brandschutz transparent nachweisen, Risiken systematisch reduzieren und die Kommunikation mit Versicherern fachlich belastbar gestalten möchten – unabhängig davon, ob bereits konkrete Versicherungsauflagen bestehen.
Weil Sie mit ProtectZert einen standardisierten und anerkannten Nachweis erhalten, der
- Versicherbarkeit unterstützen kann,
- Vertrauen gegenüber Versicherern schafft,
- Verbesserungsbedarfe strukturiert sichtbar macht,
- und Prävention sowie Innovation (z. B. Brandvermeidung/Früherkennung) fördert.
Der Einstieg erfolgt typischerweise über:
- Kontaktaufnahme / Informationsgespräch
- Kontakt zum zugelassenen Zertifizierer (Prüfstelle)
- Terminierung der Auditierung und Vorbereitung der Unterlagen
Ein unabhängiger Auditor prüft im Rahmen eines strukturierten Audits, inwieweit die Anforderungen umgesetzt sind. Im Anschluss erhalten Sie eine Bewertung, dokumentierte Ergebnisse und – bei erfolgreicher Erfüllung – das Zertifikat.
Geprüft werden u. a. Elemente des
- organisatorischen Brandschutzes (z. B. Verantwortlichkeiten, Pläne, Abläufe),
- baulichen Brandschutzes,
- anlagentechnischen Brandschutzes,
- sowie ergänzende Maßnahmen zur Brandvermeidung und Prävention (je nach Ausgestaltung/Kriterienkatalog).
Typisch sind u. a. vorhandene Brandschutz-Dokumente und Nachweise, z. B. Pläne, Regelwerke, Wartungs-/Prüfnachweise, Alarmierungs- und Organisationsunterlagen. Der Zertifizierer teilt Ihnen vorab eine konkrete Checkliste mit.
Dann ist das Audit trotzdem wertvoll: Sie erhalten eine transparente Standortbestimmung und eine priorisierte Maßnahmenempfehlung. Nach Umsetzung der Punkte kann eine (Re-)Prüfung erfolgen.
Ja. Der Kriterienkatalog ist so angelegt, dass es verbindliche Anforderungen („Soll/Muss“) und ergänzende Optionen („Kann“) gibt. Damit werden ein einheitlicher Standard und zugleich Entwicklungen/Innovationen abgebildet.
In der Konzeption wird eine Clusterung nach Versicherungssummen berücksichtigt. Ab bestimmten Summen können zusätzliche Anforderungen relevant werden (z. B. im anlagentechnischen Brandschutz).
Die Gültigkeit ist auf zwei Jahre begrenzt und muss dann durch eine erfolgreiche Re-Zertifizierung verlängert werden.
Ja. Der Prozess ist auf eine professionelle, vertrauliche Prüfung ausgelegt. Auditoren/Prüfstellen arbeiten mit entsprechenden Vertraulichkeits- und Unabhängigkeitsanforderungen.
Grundsätzlich alle Unternehmen der Säge-, Holz- und Holzwerkstoffindustrie sowie verwandter Branchen.
Nein. Die Anforderungen richten sich nach Betriebsgröße, Brandabschnittsgrößen und Risikosituation. Für viele Betriebe sind alternative technische Maßnahmen wie Brandvermeidungssysteme möglich.
Die Zertifizierungsgebühr richtet sich nach der jährlichen Holzmenge des Standortes und beträgt derzeit zwischen 995 € und 2.995 € für einen Zeitraum von zwei Jahren. Kosten der Prüfstelle werden separat berechnet.Download ProtectZert Gebührenordnung
Das Zertifikat schafft Transparenz über den Brandschutzstatus eines Unternehmens, unterstützt die Risikominimierung, verbessert die Kommunikation mit Versicherern und kann die Grundlage für zukünftige Versicherungslösungen der Branche bilden.
Infos
zu Ansprechpartnern
Strategische und inhaltliche Fragen zum Zertifizierungssystem
Deutscher Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH)
Klaus Kottwitz
E-Mail: klaus.kottwitz@zukunft-holz.de